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Heiliger Florian - Schutzpratron der Feuewehr

Am 4. Mai ist der "Namens- und Gedenktag" für den Heiligen Florian. Dieser ist schon seit jeher der Schutzpatron der Feuerwehren und ein echter österreichischer Heiliger. Auch werden viele Legenden und Geschichten über ihn erzählt. Was steckt aber hinter diesem Mann, der um das Jahr 300 gelebt haben soll? Wir haben hier das Wichtigste aus verschiedenen Quellen zusammengefasst.

Florian und die Attribute Feuer, Haus, Wasserkübel und Krug
Die schriftlichen Zeugnisse der Florianslegende haben sein Leben und sein Sterben im frühchristlichen Frühjahr des Jahres 304 jahrhundertelang poetisch ausgeschmückt. Das Volk jedoch wußte von ihm noch etwas Schöneres. Von Mund zu Mund wurde eine wundersame Tat des Knaben Florian verbreitet: Er hatte, so klein er noch war, einen Hausbrand mit einem winzigen Kübel Wasser gelöscht. Weiterhin blieb ein Köhler in einem brennenden Meiler unversehrt, als er Florian zu Hilfe gerufen hatte. So bekam der zur Zeit der Christenhasser Diokletian und Macimin Ertränkte, der mit einem Mühlstein um den Hals in die reißende Enns geworfen wurde, gegen Ende des Mittelalters die Attribute Feuer, Haus, Wasserkübel oder Krug. Die früh aufgeschriebenen Floriansberichte setzen die Märtyrerakten des 2. und 3. Jahrhunderts fort.

Die Florianlegende
Im 3. Jahrhundert nach Christus suchte der römische Statthalter Aquilinus in Lauriacum, dem heutigen Lorch in Oberösterreich, sein Verwaltungsgenie durch hochnotpeinliche Forschungen nach Christen zu beweisen. Als er vierzig geheime Christen eingekerkert und gefoltert hatte, eilte sein ehemaliger Kanzleivorsteher Florian, der im Stadtgebiet des heutigen St. Pölten zu Hause war, nach Lorch und bekannte sich offen als Christ.

Florian war ein starkmütiger Einheimischer und weigerte sich selbst dann noch, abtrünnig zu werden, als ihm Schergen die Schulterblätter zerschmettert hatten. Daraufhin wurde er von der Ennsbrücke in den Fluß gestürzt. Der ihm den Stoß gab, blieb danach zeitlebens blind, und - so fahren die nach Hieronymus, Alkuin und Notker aufkommenden Marterbücher fort - die Flußwellen erschauerten und setzten den Ertränkten auf einem Felsen ab. Augenblicklich schwebte ein Adler mit kreuzförmig ausgespannten Flügeln herab und bewachte die Leiche, bis der Heilige der frommen Witwe Valeria erschienen war. Diese verbarg seinen Leichnam so lange unter Buchenlaub, bis sie ihn eilig und eifrig in Gottes Erde bestatten konnte.
Die Florianslegende berichtet, daß Valerias Gespann von kleinen Zugtieren unterwegs ermattete, worauf die Witwe so lange betete, bis eine heute noch fließende Quelle entsprang, die ihre Tiere erquickte. Durch jähes Halten bezeichnete sie kurz darauf den Ort, an dem der Heilige begraben werden wollte.

Daten und Fakten
Gedenktag katholisch:
4. Mai - nicht gebotener Gedenktag im deutschen Sprachgebiet
Name bedeutet: der Blühende (latein.)
Märtyrer * in Cannabiaca (?), wohl dem heutigen Zeiselmauer bei Tulln in Österreich
† 4. Mai (?) 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch an der Enns in Österreich
Attribute: römischer Soldat, ein Haus löschend, Mühlstein
Patron von Oberösterreich, Bologna, Krakau und St. Florian bei Linz; der Feuerwehr ("Floriansjünger"); der Töpfer, Böttcher, Hafner, Schmiede, Kaminfeger, Seifensieder, Weinbauern und Bierbrauer; bei Dürre, Unfruchtbarkeit der Felder, Brandwunden; gegen Feuer- und Wassergefahr, Sturm
Bauernregeln: "Der Florian, der Florian / noch einen Schneehut setzen kann."
"Florian und Gordian / richten oft noch Schaden an."

 


 

Letzte Änderung am Montag, 19. September 2011 um 21:41:07 Uhr.

 

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